Nutzen von Zusatzsensorik für die Unterscheidbarkeit von Modellen für elektrische Antriebsstränge bei der Struktur- und Parameteridentifikation

verfasst von
Mathias Tantau, Lars Perner, Mark Wielitzka
Abstract

Für viele Fragestellungen aus Reglerauslegung, Vorsteuerung und Zustandsüberwachung werden Prozessmodelle mit korrekter
und physikalisch interpretierbarer innerer Struktur benötigt (phenomenologische Modelle). Die modellbasierten
Ansätze werden in der Industrie vielfach noch nicht angewandt, weil die Modellerstellung ein hohes Maß an Expertenwissen
und die langwierige Programmierung von Experimenten erfordert. Eine automatischen Struktur- und Parameteridentifikation
ist dadurch bebrenzt, dass anhand des Ein-/Ausgangsverhaltens häufig die Unterscheidbarkeit von Modellen
nicht gegeben ist. In dieser Veröffentlichung liegt der Fokus auf industriellen Anlagen mit elektrischem Antriebsstrang
und einfacher Kinematik wie Regalbediengeräten, Werkzeugmaschinen und Positionierantrieben. Diese Systeme haben
häufig nur einen Positions- und einen Stromsensor. Es wird in Experimenten gezeigt, dass durch Hinzunahme von einfach
zu installierenden Zusatzsensoren wie Beschleunigungssensoren oder Drehratensensoren in einigen Fällen eine eindeutige
Strukturidentifikation ermöglicht wird, auch wenn nur wenig Vorwissen über den Sensorort vorliegt.

Organisationseinheit(en)
Institut für Mechatronische Systeme
Externe Organisation(en)
Lenze Automation GmbH
Typ
Aufsatz in Konferenzband
Anzahl der Seiten
6
Publikationsdatum
10.03.2021
Publikationsstatus
Elektronisch veröffentlicht (E-Pub)
Peer-reviewed
Ja
Elektronische Version(en)
https://doi.org/10.15488/10426 (Zugang: Offen)
https://doi.org/10.26083/tuprints-00017626 (Zugang: Offen)