Wir freuen uns über den Start des neuen Forschungsprojekts Schnelles Metallauftragschweißen mit mobilem Industrieroboter durch Onboard-Sensorfusion und Online-Bahnkorrektur (SMARt), welches durch die NBank gefördert wird. Das Projekt läuft vom 1. Oktober 2025 bis zum 30. Juni 2028.
Ziel des Projekts ist die Ermöglichung einer automatisierten Regeneration großer Umformwerkzeuge mittels Metall-Auftragsschweißen direkt vor Ort beim Kunden. Die Picum MT GmbH bietet mit ihrem mobilen Robotersystem LISA bereits eine innovative Lösung für solche Aufgaben an. Im Rahmen von SMARt soll dieses System nun signifikant weiterentwickelt werden, um den Automatisierungsgrad zu erhöhen. Damit erhalten insbesondere kleine und mittlere Unternehmen Zugang zu dieser Technologie, während gleichzeitig CO₂-Emissionen durch den Wegfall von Schwertransporten vermieden werden.
Im technischen Fokus steht die Entwicklung eines mobilen Schweißroboters, der vollständig autonom arbeiten kann und kein externes Einmessen durch Lasersensorik oder Bedienpersonal benötigt. Durch den Einsatz von Onboard-Sensorfusion wird der Roboter befähigt, Werkstück und Position eigenständig zu erfassen. Eine wesentliche Neuerung ist zudem die Fähigkeit, den Schweißprozess während der Fahrt der Plattform fortzusetzen. Dies vergrößert den Arbeitsraum deutlich und steigert die Effizienz des Gesamtprozesses.
Die Umsetzung erfolgt durch ein Konsortium mit klar verteilten Verantwortlichkeiten:
Das Institut für Mechatronische Systeme (IMES) ist für die optimale Bahnplanung und die Referenzierung mittels Onboard-Sensorfusion zuständig. Das Institut bringt hierfür seine spezifische Expertise in den Bereichen Sensorfusion und iterativ lernende Regelung (ILC) ein.
Die Picum MT GmbH stellt den mobilen Schweißroboter bereit und fundiert die Entwicklung mit ihrer Expertise in industriellen Schweißprozessen sowie der Hardwareentwicklung.
Die voraus robotik GmbH ermöglicht mit ihrem voraus.core eine herstellerunabhängige Ansteuerung der Komponenten in Echtzeit. Zudem ermöglicht die Entwicklungsumgebung voraus.pioneer die Nutzung der bekannten Programmiersprache Python, sowie die Simulation des mobilen Schweißroboters mit einem digitalen Zwilling.