Epilepsie gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen weltweit und betrifft rund 50 Millionen Menschen. Trotz verfügbarer Therapien bleibt die Diagnose und Behandlung oft unzureichend individualisiert. Das vorgestellte Projekt entwickelt ein KI-gestütztes, tragbares Sensorsystem zur kontinuierlichen Erfassung von Bewegungs- und Vitaldaten, um epileptische Anfälle präzise zu erkennen und zu klassifizieren – einschließlich fokaler Anfälle und psychogener, nicht-epileptischer Anfälle (PNEA). Ziel ist es, eine datenbasierte, personalisierte Therapieentscheidung zu ermöglichen, akute Unterstützung bereitzustellen und die Behandlung auch im häuslichen Umfeld zu optimieren. Durch die Kombination klinischer Expertise (Projektpartner Bethel), Sensor und KI-Kompetenz (imes) und Medizintechnik-Innovation (Projektpartner Gaia AG) trägt das Projekt dazu bei, die Lebensqualität von Patient:innen zu verbessern, das Risiko schwerer Komplikationen wie Sudden Unexpected Death in Epilepsy (SUDEP) zu senken und das Gesundheitssystem nachhaltig zu entlasten.